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Verteidigungs- und Wachtürme
Entlang wichtiger Verbindungstraßen ins römische Umland wurden vor allem im Mittelalter Wachtürme errichtet, die ein Frühwarnsystem vor nahenden Feinden darstellten. Viele dieser Türme sind heute noch erhalten; ihr Zustand variert allerdings sehr stark.
Manche dieser Türme wurden auf freiem Feld gebaut, andere wurden auf ehemals antike Grabmäler und Mausoleen aufgesetzt, so ähnlich wie auch das Hadriansmausoleum über die Jahrhunderte zur Festung Engelsburg umgestaltet wurde. Einige Türme stehen frei, andere wiederum wurden später in Landvillen und landwirtschaftliche Gehöfte integriert.
Viele Türme existieren nicht mehr, aber die Erinnerung an sie lebt in vielen Orts- und Straßennamen fort, wie z.B.
Tor Pignattara oder Tor Vergata.
Die Türme:
- Tor Tre Teste
- Torre di Centocelle
- Tor di Casa Calda
- Torre Jacova
- Torre del Fiscale
- Tor di Mezzavia di Frascati
- Torre dei SS. Quattro
Tor Tre Teste
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Viel ist nicht mehr übrig von dem Turm aus dem 12. Jahrhundert, welcher hier am 9. km der Via Prenestina auf einer
antiken Ruine errichtet wurde: Er ist 1951 teilweise eingestürzt.
Seinen (heutigen) Namen hat der Turm von dem Relief, welches auf dem Foto rechts zu sehen ist: Es stellt drei Köpfe
(tre teste) dar.
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Quelle: Discover
Rome
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Quelle: Discover Rome |
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Öffnungszeiten:
Leider liegt der Turm in einem militärischen Sperrgebiet, kann aber ohne Probleme von der Straße aus angeschaut werden. Adresse:
Via Prenestina km 9,000
Verkehrsmittel: Bus 501, 508 |
Torre di
Centocelle
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Der Turm, welcher im 12. Jahrhundert erbaut wurde, war im
Mittelalter unter dem Namen
Tor S. Giovanni bekannt, da er im Besitz der Kirche
(welche vom Lateranspalast aus regierte, daher "S.
Giovanni") war. Der heutige Name kam im Jahr 1523 auf, als
der Turm seinen Besitzer wechselte. In dem Gebiet gab es eine
Grabkammer mit dem Namen "Cellum Cellae", welche als
Namensgeber fungierte.
Die Höhe des Turmes, 25 Meter, lässt die Vermutung zu, dass von
dort aus das komplette hügelige Gebiet zwischen der Via
Prenestina und der
Via Tuscolana kontrolliert wurde.
Eine andere Quelle besagt allerdings, dass der Name Centocelle
von Centum Cellae abstammt (scheint auch die näherliegende
Variante zu sein). Centum Cellae war eine Militärbefestigung
zur Hochzeit der Kaiserzeit, in welcher in zahlreichen Zimmern (cellae)
die hundert Besten der Kavallerie von Konstantins Garde
untergebracht waren.
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Quelle: Discover Rome |
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Adresse:
Via Casilina/Viale Palmiro Togliatti
Verkehrsmittel: Trenino (Ferrovia Laziali - Pantano
Borghese) Haltestelle Togliatti Torre Spaccata |
Tor di Casa
Calda
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Der Turm wurde auf der Höhe des 10. Kilometers der Via Casilina erbaut, aber in einiger
Entfernung nördlich zu ihr. Vermutlich war er sowohl Wachturm für die Via Casilina
als auch für den dort vorbeiführenden Alessandrino-Aquädukt.
Schräg gegenüber liegt die moderne Kirche Nostra Signora del Suffragio e di S. Agostino di Canterbury.
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Quelle: Discover Rome |
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Öffnungszeiten:
Der Turm und die Ruinen sind in eine kleine öffentliche Grünfläche eingebettet und somit immer zu besichtigen.
Adresse: Via dei Ruderi di Casa Calda
Verkehrsmittel: Bus 312 |
Torre Jacova
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Ein weiterer Wachturm, der inmitten eines nur sehr leicht besiedelten Wohngebietes steht. Auf drei Seiten befinden sich Wiesen, Felder und Weinreben, auf der vierten Seite wird gerade gebaut - illegalerweise?
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Quelle: Discover Rome |
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Öffnungszeiten: Zugang zu dem Turm ist jederzeit möglich. Durch ein Loch in
der Mauer kann man sogar hineingehen, was aufgrund des schlechten Zustandes des Turmes
aber wohl eher nicht ratsam ist
Adresse: Via di Torre Jacova (etwas außerhalb des Finocchio-Viertels, in einem Gebiet mit Namen Fontana
Candida)
Verkehrsmittel: keine |
Torre del Fiscale
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Die zwei Hauptlinien der Aquädukte in süd-östlicher Richtung kreuzen sich zweimal innerhalb einer kurzen Entfernung: an der
Via del Quadraro und an dem Ort and dem seit dem 13. Jahrhundert der Torre del Fiscale (mittelalterliche Name:
Turris S. Johannis) steht; einst ein Wachturm an der Via Latina. Der Turm ist 39 Meter hoch; einer der Aquädukte ist fast immer noch komplett erhalten, von dem anderen kreuzenden Aquädukt ist ein Bogen komplett in den Turm eingeschlossen.
Das Trapez, welches zwischen den beiden Kreuzungen von den Aquädukten umschlossen wurde, hat historische Bedeutung: Während einer Belagerung Roms im Jahre 537 n. Chr. haben gothische Krieger dort eine Festung errichtet, indem sie die Bögen schlossen. Gleichzeitig haben sie die Wasserzufuhr nach Rom unterbrochen, welche bis ins 16. Jahrhundert unterbrochen blieb. Aufgrund dieser Ereignisse wird das Gebiet um dem Turm auch
Campus Barbaricus genannt.
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Quelle: Discover Rome |
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Adresse: Vicolo dell'Acquedotto Felice
Verkehrsmittel: Bus 663 und dann zu Fuß |
Tor di Mezzavia di Frascati
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Der Turm wurde vermutlich im 15. Jahrhundert erbaut und markierte grob die halbe Strecke zwischen Rom und Frascati (daher der Name). Auf einer rechteckigen Grundfläche von 7,50m x 7,50m erreicht er eine Höhe von 15m und hat, wie so viele mittelalterliche Bauten, ein antikes Fundament. Eine besondere Bedeutung hatte der Turm dadurch, dass er die Kreuzung von
Via Tuscolana und Via Anagnina (die antike Via
Latina) übersah.
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Quelle: Discover Rome
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Adresse: Via Anagnina/GRA/Via Tuscolana
Verkehrsmittel: Bus 502, 506, 507, 551, 046 |
Torre dei
SS. Quattro
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Der Turm ist 1500 Meter von dem Tor di Mezzavia di Frascati entfernt, links von der
Via Tuscolana. Er wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut; er hat eine Grundfläche von 6m x 6,80m und ist ca. 20m hoch. Wie man auf dem Foto erkennen kann, war einmal ein weiteres Gebäude an den Turm angebaut.
Leider Gottes ist das Gebiet rund um den Turm komplett zugebaut worden - wahrscheinlich mal wieder illegalerweise - so dass man an den Turm nicht mehr heran kommt.
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Quelle: Discover Rome |
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Adresse: Via Tuscolana km 13,300 (Ponte
Linari-Viertel)
Verkehrsmittel: Bus 507 |
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