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Archäologische Ausgrabungen
Eigentlich könnte ein Großteil aller auf diesen Seiten aufgeführten Sehenswürdigkeiten auch
unter der Rubrik Ausgrabungen aufgeführt werden, was der Übersicht wegen aber nicht
geschieht. Stattdessen werden hier entweder richtig große Ausgrabungsstätten, wie z.B.
die der antiken Städte Gabii und Ostia aufgeführt, oder Plätze, die sonst
nirgends so richtig passen.
Die Geschichte dieser uralten Stadt, welche heute allerdings nicht mehr bewohnt ist,
ist sehr lang. Gabii existierte bereits im 10. Jahrhundert v. Chr., ist also
deutlich älter als Rom. Zu jenen Zeiten formierte Gabii zusammen mit anderen
Städten eine Konföderation latinischer Städte.
Gabii war dabei so etwas wie der Bildungsstandort dieser Konföderation. Der
Legende nach sollen Romus und Remulus, die angeblichen Gründer Roms, dort ausgebildet
worden sein. Diese Theorie wird von zwei wichtigen Entdeckungen unterstützt: Sowohl
die älteste griechische (auf 770 v. Chr.) als auch die älteste lateinische (650 v.
Chr.) Inschrift in Italien wurden dort entdeckt.
Darüber hinaus war Gabii ein Kurort, seine Thermalbäder waren damals bekannter
als die von Pozzuoli in der Nähe von Neapel. Die
Via Gabina
verband Gabii mit Rom.
Auf dem ehemaligen Stadtgebiet befinden sich zahlreiche interessante archäologische
Überreste. Dazu gehören:
- mehrere Bestattungsanlagen,
- ein außerhalb der Stadt gelegener Tempel, welcher immer noch jede Menge Fragen
der Archäologen offen lässt,
- der Tempel von Giunone Gabina (der "gabinischen Juno"),
- das Forum, von welchem im 19. Jahrhundert über 100 Statuen entfernt wurden; die
berühmteste davon ist die im Louvre in Paris ausgestellte Artemis-Statue,
- die Überreste einer der ältesten Kirchen der Christenheit,
- das Casale di Castiglione und
- mehrere Steinbrüche: Gabii war bekannt für seine Steine.
Öffnungszeiten: Leider gibt es freien keinen Zugang zu den Ausgrabungen;
Führungen können jedoch unter
06 48 82 298 bei der Soprintendenza Archeologica, welche das Gebiet verwaltet, gebucht
werden.
Hier gibt es ein paar Fotos von Gabii
Adresse: Via Prenestina km 18,500, links neben der Tankstelle und dem Restaurant Gaby
Verkehrsmittel: keine
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Die "Wanne" (it.: vasca) ist heute nur zur Hälfte ausgegraben, die andere Hälfte liegt unter
der Straße. Ihre sichtbaren Ausmaße sind trotzdem beeindruckend - sie misst 26m x 18,50m.
Aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert n. Chr. stammend, diente sie entweder als
Aquarium oder als repräsentatives Wasserbecken für eine antike römische Villa, welche
in der Umgebung vermutet wird. Die runde Struktur in der (damaligen) Mitte des Beckens,
mit ihren Einbuchtungen, diente entweder als Blumentopf für Wasserpflanzen, oder der
Aufzucht von Fischen.
Ein Kulturverein bietet von hier aus kostenlose Führungen in den nahegelegenen
Parco della Caffarella an. Informationen dazu
finden sich auf einem Schild, welches neben dem Becken angebracht ist.
Adresse: Via Cesare Baronio 145 (G9)
Verkehrsmittel: Bus 87, 628
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Ostia wurde wohl um 335 v. Chr. an der Mündung (lat.: ostium) des Tibers gegründet,
als Fischer- und Handelsstadt. Es war die Rom am nächsten gelegene Hafenstadt und stieg
deshalb mit Rom zusammen empor. Zeitweise lebten dort 50.000 Einwohner; eine wichtige
Handelsstraße, die Via Ostiense führt auch noch heute ins antike Ostia.
Die Gründe für den langsamen und langen, aber endgültigen Niedergang Ostias waren
vielfältig aber wirksam: Roms Machtverlust, der Untergang des Weströmischen Reiches,
wechselnde politische Verhältnisse, die Verschiebung der Küstenlinie von Ostia
weg durch die angeschwemmten Sandmassen (heute ist das Meer ca. 2 km von der Stadt entfernt),
Malaria und letztendlich ein Kanal nördlich der Stadt, welcher ihr den wichtigen Seehandel
nahm.
Dafür hat der heutige Besucher die unglaubliche Gelegenheit, eine antike Stadt zu besichtigen.
Von den einst 66 Hektar, über die sich die Stadt erstreckte, ist ungefähr die Hälfte ausgegraben
worden. Straßen, Wohn- und Bürohäuser, das Forum, Theater, Tempel und Kasernen, Thermen
und vieles mehr liegt heute vor dem Besucher und vermittelt eindrucksvoll, wie das antike
Ostia einst war. Herausragend sind die Reste mancher Wohnhäuser (auch heute sind
noch mehrere Stockwerke mancher Gebäude erhalten), das Forum mit dem Kapitol, das Theater
(welches nach Restaurierungsarbeiten heute wieder für Veranstaltungen genutzt wird), die
Thermen, der Platz mit den "Niederlassungen" antiker Handelsvertreter, der Tempel der
Ceres, und und und. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
An selber Stelle befindet sich ein
Museum,
in welchem die während der Ausgrabungen gemachten Funde ausgestellt sind.
Öffnungszeiten: Winter: 9,00 - 16.00 Uhr, Sommer: 9.00 - 18.00 Uhr, montags
geschlossen
Eintritt: Euro 4,00, Online-Bestellung der Eintrittskarten unter
www.ticketeria.it
möglich
Adresse: Viale dei Romagnoli 717 (f3)
Verkehrsmittel: Eisenbahnlinie Roma - Lido (fährt ab Stazione Ostiense) Haltestelle
Ostia Antica, Bus 04, 019
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